Archiv für April 2013

Junge? Mädchen? Egal! – geschlechtsneutrale Umkleidekabine in Schweden

In einem Stockholmer Gymnasium ist eine geschlechtsneutrale Umkleidekabine eingeführt worden.

Artikel im Spiegel

Programm zum IDAHO 2013

Donnerstag 16.05.13
19.00 Spielfilm: Tomboy
anschliessend offene Gesprächsrunde
Ort: Kino Mon Ami
Filminfo

Freitag 17.05.13
10.00 Spielfilm: Tomboy für Schulklassen
Ort: Kino Mon Ami Filminfo
15.00 – 18.00 Strassenfest mit Infoständen, Büchertisch und live Musik von Tuba Libre
Ort: vor dem Nike Tempel (Goetheplatz)

Samstag 18.05.13
19.00 Dokumentarfilm „Die Katze wäre eher ein Vogel“
anschliessend Diskussion mit Lucie Veith ( Vorsitzende des Vereins Intersexueller Menschen e.V. )
Ort: Mon Ami Eintritt frei
Filminfo

Sonntag 19.05.13
19.00 Vortrag & Diskussion „Alltagssexismus“
Ort: Mon Ami Eintritt frei

Montag 20.05.13
10.00 Brunch
Ort: Wiese am Frauenplan

Donnerstag 23.05.13
19.00 Dokumentarfilm: Call me Kuchu (OmU)
anschliessend offene Gesprächsrunde
Ort: Kino Mon Ami
Filminfo

Freitag 24.05.13
19.00 Vortrag & Diskussion „Schon mal über Beziehungsstrukturen nachgedacht?!?“
mit Stefanie Krüger und Bettina Stosic (Beziehungsstrukturen.de)
Ort: Der Laden (Triererstr.5) Eintritt frei

    Gesellschaftliche Vorstellungen zu Beziehungsführung haben sich liberalisiert, wodurch Liebesbeziehungen heute auf unterschiedliche Weisen gelebt werden. Dennoch herrscht nach wie vor das wesentliche Prinzip und Ideal der Monogamie, welche als „natürlich“ angesehen und selten hinterfragt wird. Zentral ist dabei der Gedanke, dass ein Mensch nur mit EINEM anderen zusammen sein bzw. diesen lieben kann. Damit verbunden sind spezifische Vorstellungen von „Treue“, „Liebe“, „Eifersucht“ und „Fremdgehen“.
    In unserem Vortrag wollen wir das Konzept der Monogamie genauer betrachten. Diese hat nämlich – entgegen landläufiger Annahmen – eine Geschichte. Wir werden die mit Monogamie einhergehenden Normen aufzeigen und als Alternative polyamouröse u.ä. Konzepte vorstellen, die davon ausgehen, mit mehreren Menschen Intimität teilen zu können. Auch diese werden wir anschließend kritisch betrachten. Der Vortrag verfolgt damit das Ziel, dem Publikum einen differenzierteren Zugang für Lebens- und Liebensweisen zu ermöglichen.

    Dipl.-Päd. BETTINA STOSIC und Dipl.-Päd. STEFANIE KRÜGER studierten Erziehungswissenschaft mit den Schwerpunkten Sozialpädagogik und gender studies an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zusammen realisieren die beiden Workshops zu den Themen Polyamorie, Mononormativität und alternative Lebens- und Liebensweisen. Darüber hinaus verfolgen sie eine Promotion in diesem Gebiet.

Montag 27.05.13
19.00 Workshop: „Aufwachsen im Dunkeln“
Aufklärungsprojekt „miteinanders“
Ort: Mon Ami Eintritt frei

Dienstag 28.05.13
19.00 Vortrag & Diskussion: (un)mögliche queere Utopien
mit Lena Eckert (Uni Weimar)
Ort: Mon Ami Eintritt frei

Donnerstag 30.05.13
19.00 Vortrag & Diskussion: “Die Auslöschung geschlechtlicher und sexueller Pluralität seit der europäischen Moderne.“
mit Heinz – Jürgen Voss
Ort: Mon Ami Eintritt frei

    Seit der europäischen Moderne zeigt sich ein massives Streben nach geschlechtlicher und sexueller Eindeutigkeit und Widerspruchsfreiheit in Europa. Jeder Mensch sollte nun Mann oder Frau sein, sein sexuelles Tun vereindeutigte sich in starren Identitäten als hetero-, bi- oder homosexuell. Diese Zusammenhänge hatte zunächst Michel Foucault herausgearbeitet. Er stellte dar, wie im Abendland zunächst durch das christliche Beichtgeheimnis das stete Sprechen über Sexualität angeregt wurde. Sexuelle Tätigkeiten wurden problematisiert und mussten dem Beichtvater in allen Einzelheiten geschildert werden. Aber erst mit der aufkommenden Moderne etablierte sich die massive Verfolgung von problematisierten Sexualitäten – zunächst geschah dies unter „Sodomie“-Paragrafen. Tausende Menschen wurden so verurteilt. Mit dem 19. Jahrhundert setzte eine Medizininisierung ein, bei der zahlreiche sexuelle Verhaltensweisen und geschlechtliche Merkmale als „unnormal“ und „pathologisch“ dargestellt wurden. Im Vortrag arbeiten wir auf, wie sich starre sexuelle und geschlechtliche Identitäten und Normen herausgebildet haben und wie davon abweichende Verhaltensweisen und auch körperliche Geschlechtsmerkmale in zunehmendem Maße als problematisch betrachtet und schließlich pathologisiert und getilgt wurden. Es wird der Frage nachgegangen, wie Europa toleranter gegenüber Mehrdeutigkeiten werden und dafür unter anderem aus anderen geographischen Regionen lernen könnte.

Samstag 01.06.13
Abschlussveranstaltung zum Feiern und Tanzen mit DJ´s ..
ab 21.00 in der Milchbar (Karl-Liebknechtstr. 23)

Frauenfeindliche sexistische Werbung

Zum Thema sexistische Werbung finden sich auf den Seiten der Städte Darmstadt und Dresden einige interessante Bemerkungen.
U.a. sind die Studienarbeit „Sicher nichts für Frauenhände“ aus dem Jahr 2007 und der Katalog zur Ausstellung „Kauf mich?! Frauen und Männer in der Werbung“ verlinkt.

Auf den Seiten der beiden Gleichstellungsbüros finden sich auch Tips woran sich frauenfeindliche Werbung erkennen lässt und was sich dagegen tun lässt.